Vermietung – Steuererhöhung von 5% auf 28%

Die portugiesische Regierung will in Zukunft „lokale Ferienunterkünfte“ (Alojamento Local), zu denen auch private Ferienunterkünfte und Fremdenzimmer gehören, in Zukunft mit 28% besteuern. Der Vorschlag wird noch geprüft und könnte im Haushaltsjahr 2017 bereits in Kraft treten.Der Minister für Wirtschaft und Umwelt (der auch für Wohnungen und Vermietungen zuständig ist), hat bereits zugestimmt. Nun liegt das Vorhaben auf dem Schreibtisch des Finazministers.

Die Änderung soll so stattfinden, daß die touristische und kurzfristige Vermietung den gleichen Gewerbecode wie die langfristige Vermietung erhält und somit ebenfalls mit 28% anstelle von nur 5% besteuert wird.

Der Plan, viele private Anbieter anzuspornen, ihre Ferienwohnungen zu legalisieren und als AL anzumelden, hat bei einer Besteuerung auf die Vermietung mit nur 5% recht gut funktioniert. Die kleinen blauen Schilder mit „AL“ an den Hauswänden konnte man immer häufiger finden.

Daß jedoch die Freude nur von kurzer Dauer sein sollte und alle registrierten Vermieter richtig zur Kasse gebeten werden, war abzusehen. Sollte das Vorhaben den Gefallen der Regierung finden, könnte diese Einnahmequelle zu einer der größten im Haushalt Portugals 2017 werden.

Der Zuwachs der Besucherzahlen und Übernachtungen nicht nur an der Algarve, sondern auch in den Regionen Lissabon und Porto, ist enorm.

Man kann wohl davon ausgehen, daß der Grossteil der Algarvebevölkerung, die ein Schild mit „Aluga-se“ (zu vermieten) hängen haben, dann weder die Ankunft der Gäste meldet, noch die Steuer für die Vermietungen entrichten wird. Neuerdings hat der Vermieter nämlich die Ankunft der Gäste bei der Behörde für Ausländer und Grenzen (SEF – Servico de estrangeiros e fronteiras) vor Ankunft derer, zu melden.

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